Atemtherapie - Atempädagogik

Was ist die Atemtherapie und wo wird die Atempädagogik anwendet?


Unter der Atemtherapie versteht man eine Methode zur kontrollierten Atmung. Anwendung findet die Atempädagogik in vielen Bereichen z.B. in der Logopädie, bei Migräne, Depressionen und Angstzuständen sowie bei psychosomatischen Störungen.

Nachgewiesenermaßen nimmt die menschliche Atmung einen Einfluss auf die geistige und seelische Verfassung, denn eine falsche Atmung kann zu einer Sauerstoffunterversorgung führen. Die Folge ist eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit und auch das Wohlbefinden leidet sehr stark unter dieser Unterversorgung. Durch die Atemtherapie werden solche Defizite vermieden und der Betroffene lernt, mit belastenden Situation kontrollierter umzugehen und dabei seine Atmung zu beobachten und bewusst zu regulieren.

Durch die kontrollierte Atmung werden aber auch Muskelverspannungen gelöst, sodass die Atempädagogik inzwischen ein fester Bestandteil der Rehabilitation nach Operationen im Brustbereich geworden ist. Auch bei der Behandlung von Atemwegserkrankungen wie Asthma, chronischer Bronchitis oder bei Muskoviszidose wird die Atemtherapie erfolgreich eingesetzt. Bekannt ist die Atempädagogik vor allem aber aus der Geburtsvorbereitung.

Erlernen kann man die richtig Atemtechnik oftmals bei einem Logopäden. Wird sie innerhalb einer physikalischen Therapie oder als Rehabilitationsmaßname von einem Arzt verordnet, übernimmt sogar die gesetzliche Krankenkasse die Kosten. Allerdings ist die Atemtherapie nicht nur bei einer akuten Erkrankung zu empfehlen, sondern auch zur Steigerung des Wohnbefindens. Möchte man aus diesen Gründen an einer Atemtherapie teilnehmen, muss man die Kosten selbst tragen.

Durch die Übungen, die innerhalb der Atempädagogik gelehrt werden, wird die Lunge trainiert. Ist die Atmung zu flach, wird die Lungenkapazität nicht vollständig genutzt. Dies hat zur Folge, dass in den kleinen und empfindlichen Lungenblässchen noch ein Teil der verbrauchten Luft zurück bleibt. So wird die Versorgung der Körpergewebe mit Sauerstoff beeinträchtigt und können nicht ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen. Da die Atmung über das vegetative Nervensystem gesteuert wird und dies wiederum auch die Atmung beeinflusst, muss eine Harmonisierung herbeigeführt werden. Unter Anleitung des Therapeuten der Atempädagogik kann man seine Atemtechnik so verfeinern, dass die Sauerstoffversorgung jederzeit gewährleistet ist. Dabei ist die Zwerchfellatmung von einer besonders großen Bedeutung. Daneben ist auch das Qigong und Teile des Yoga eine Art der Atemtherapie.