Irisdiagnostik - IridologieIrisdiagnostik - eine sehr stark umstrittene naturheilpraktische Untersuchungsmethode
Der Begriff Irisdiagnostik verbreitet sich immer weiter und ist eine der sehr umstrittene naturheilpraktische Untersuchungsmethode. Während die einen darauf schwören, halten es Gegner für den größten Betrug dieses Jahrtausends. Die Irisdiagnostik ist eine sehr alte alternative Behandlungsmethode, denn ihren Ursprung hat sie im Jahre 1670. Hier wurden von Philippus Meynes erstmals die Grundprinzipien der Iridologie festgelegt. Diese beruhen darauf, dass die Iris bzw. das gesamte Auge oftmals auch als „Spiegel der Seele" bezeichnet wird und damit eine besondere Ausstrahlung hat. Daher soll man auch anhand der Iris ausmachen können, an welchen Krankheiten ein Mensch leidet. Wie und wo genau sich diese Phänomene in der Iris jedoch äußern ist ein Streitpunkt der Gelehrten und das schon seit vielen Jahrhunderten. In der Literatur findet man Hinweise, dass man durch die Farbe und die Dichtigkeit der Regenbogenhaut und körperlichen Zustand eines Menschen erforschen kann. Auch einen Blick auf den seelischen Zustand kann man durch die Irisdiagnostik werfen. Jedoch ist die Iridologie so umstritten, dass sich selbst die Heilpraktiker nicht ganz einig sind. Es gibt unheimlich viele Einzelmeinungen, sodass eine Vereinheitlichung nicht möglich ist. Damit stellt die Irisdiagnostik auch keine einheitliche Lehre dar, die man als Heilpraktiker erlernen kann. Und doch wird die Iridologie immer beliebter und es gibt die unterschiedlichsten Diagnose-Schulen, die sich in ihren Lehrmethoden und Befunden sehr voneinander unterscheiden. In vielen Schulen wird die Iris in 59 gleichgroße Kreissegmente eingeteilt, in denen jeweils ein bestimmtes Phänomen genau beschrieben ist. Andere Schulen wiederum teilen die Iris anhand von Karten in Gebiete ein, ähnlich wie bei der Fußreflexzonenmassage. Allerdings gibt es mehr als 20 dieser Karten. Angeblich kann man mit der Iridologie die unterschiedlichsten Krankheiten viel früher erkennen, als es die Schulmedizin mit ihrer modernen Diagnostik vermag. Im Jahre 2000 hat der Medizinprofessor Edzard Ernst eine Übersichtsarbeit angefertigt, die sich aus mehr als 70 Studien über die Iridologie zusammen setzt. Seine Untersuchungen unterliegen einer sehr kritischen Betrachtungsweise, sodass er feststellte, dass die Irisdiagnostik nichts nutzt und unter Umständen sogar schädlich sein kann. |
